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Neubau Pfarrkirche 1872-76

Da die Bevölkerung der Pfarrei Iberg bedeutend anwuchs, erfolgte 1707 die Gründung der Frühmesspfründe. Im Jahre 1750 wurde der Glockenturm der Pfarrkirche vergrössert und neu aufgebaut und zwei neue Glocken angeschafft. 1782 wurde die Pfarrkirche vergrössert und verschönert und das Beinhaus, welches unterhalb der Kirche stand, abgebrochen und an einer anderen Stelle 1784 neu errichtet.

Die Kirche wurde um 20 Schuh verlängert, um 4 erhöht, mit einem Gipsgewölbe versehen, mit einigen Gemälden geziert und alle Fenster neu gemacht. Die Altäre blieben die nämlichen. Die Länge der Kirche betrug nun 85 Schuh, die Breite 30, die Höhe 25.

Doch auch diese Vergrösserung reichte bald nicht mehr aus. Die Bevölkerung der Pfarrgemeinde Iberg zählte 1743 lediglich 295 Seelen, wuchs aber innert 90 Jahren bis 1833 auf 1404 an. Das bisherige Gotteshaus genügte für das zahlreich gewordene Volk keineswegs mehr. Dass eine neue Kirche gebaut werden sollte, dessen waren sich alle einig, strittig blieb über Jahre hinweg die Frage, wo sie errichtet werden sollte: Am alten Standort zu St. Johann oder unten in der Niederung.

Das Volk schied sich in zwei Parteien: die Obern und Untern.

Schliesslich wurde an beiden Orten eine neue Kirche gebaut. Die jetzige Pfarrkirche St. Johann von Oberiberg konnte am 14. Oktober 1876 eingeweiht werden.